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Eine Krise kann das Chaos heraufbeschwören, aber auch zum Umschwung motivieren.
Robert M. Price, amerik. Topmanager
Was sind Krisen?
Zunächst die schlechte Nachricht: Keiner ist vor Krisen gefeit - egal, wie stark und selbstsicher wir uns fühlen!
Dabei müssen noch nicht einmal Krisensituationen deckungsgleich mit mehr oder weniger gewaltsamen Akten, Konflikten oder Streitgeschehnissen bzw. deren Folgen sein.
Krisen werden daher sehr unterschiedlich empfunden. Was für den einen bereits eine Krise ist, ist für den nächsten "nur" ein alltägliches Problem.
Krisen können nur bedingt vorhergesehen werden und sind daher auch nur sehr begrenzt vorbeugbar. Aber: Durch Reflexion und klärende Absprachen im Vorfeld lassen sich Krisenverläufe und deren Bewältigung im Sinn einer Schadensbegrenzung positiv beeinflussen.
Krisenmanagement
Menschen und auch Institutionen brauchen in Krisensituationen Unterstützung. Begleitende Maßnahmen können sein:
- Krisen als Krisen erkennen und benennen
- Krisen aussprechen und gemeinsam aushalten
- Individuelle Bewältigungsstrategien überlegen und mögliche erste Schritte gehen
- Krise als produktive Bewegung begreifen
- Früherkennung von möglichen neuen Krisenmomenten
- Präventionsstrategien entwickeln
Krise als produktive Bewegung
Krisen erweisen sich oft als produktive Bewegungen, wenn man ihnen den Beigeschmack der Katastrophe nehmen kann.
Darum verwenden die Chinesen für unser Wort "Krise" einen interessanten Ausdruck, Wei ji, also zwei Worte: "Gefahr" und "Gelegenheit".
Daraus folgt: Hüte dich in einer Krise vor der Gefahr - aber erkenne die Gelegenheit! Krisen sind also generell erst einmal nichts Negatives, sondern stecken voller Wachstumspotenzial.
Dennoch gibt es Krisen, die uns an die Grenze unserer physischen und psychischen Belastbarkeit führen können. Gewöhnlich fangen wir uns selbst nach einer Weile und gehen gestärkt daraus hervor. Doch das gelingt nur dann, wenn wir die Krisen als solche erkennen, benennen und lernen, aus dem liebevollen Umgang mit ihnen neue Chancen zum Wachsen zu sehen.
Dafür ist manchmal ein externer der Blick von außen auf das Lebenssystem sinnvoll und notwendig.
Seelsorge
Im christlichen Kontext wird Krisenmanagement als Seelsorge bezeichnet, wobei hier verstärkt auf Gottes Begleitung in der Krise der Schwerpunkt gesetzt wird. Spirituelle Momente wie Gebet, Segnung und andere Rituale können dabei helfen, Krisen non-verbal zu bearbeiten und zu bewältigen.
Ich begleite Sie gerne beim Wachstumsprozess in und an der Krise.
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